Warum du den “richtigen” Weg nicht finden musst (Poetry)

Warum du den “richtigen” Weg nicht finden musst (Poetry)

2Auf der Suche

nach meinem Weg

habe ich lange Zeit

nach dem “richtigen” Weg gesucht.

 

Nach dem “einen” Weg,

nach dem “perfekten Weg”

nach dem Weg, der alles gut macht.

 

Ich habe verzweifelt und manchmal verkrampft

nach einem Weg gesucht,

der mir all das bringt, was ich mir erhoffe,

der mir das Leben ermöglicht,

das ich mir in meinem kreativen Kopf

so schön

ausgemalt habe.

 

Ein Bild, das so schön aussah, so einfach, so glaubhaft

ein Bild von einem Menschen – mir –

akzeptiert und angesehen

respektiert und bewundert.

 

Es war ein Bild,

dass ich nicht selbst gezeichnet hatte.

 

Es war ein Bild,

das ich von meinen Eltern und gesellschaftlichen Vorstellungen

einfach übernommen hatte –

fast unschuldig, ohne es besser zu wissen.

 

Es war ein Bild meines Lebens,

das mein Geist zeichnete

und nicht mein Herz.

 

Ein Bild meines Lebens,

mehr schwarz-weiß als bunt,

mehr statisch als lebendig.

 

Eigentlich wusste ich gar nicht was ich will,

weil ich mich das nie wirklich gefragt hatte

weil ich nie verschiedene Wege oder Perspektiven gesehen hatte,

weil ich nie rausgegangen war in die Welt,

sondern einfach das angenommen hatte,

was mir angeboten und vorgelebt wurde.

 

Der Plan war klar:

Schmerzen und Unsicherheit vermeiden

wenig Aufwand, viel Ertrag

wenig Risiko, viel Sicherheit

nur nicht zu sehr aus der Reihe tanzen,

Liebes-Entzug ja vermeiden.

 

Denn wer weiß, ob ich das überhaupt aushalten könnte

ob ich das überhaupt überleben würde

das Gefühl zu haben nicht mehr geliebt zu werden

nicht mehr akzeptiert zu werden…

…irgendwie nicht mehr so ganz dazu zu gehören…

…das erzeugt viele Sensationen im eigenen Körper,

die ich noch gar nicht wirklich deuten konnte.

Gefühle, Emotionen und Sensationen von denen ich dachte, dass sie falsch sind.

 

Gefühle, Emotionen und Sensationen,

die mein Geist in eine “gut” und eine “schlecht” Box einsortierte.

Gefühle, Emotionen und Sensationen von denen ich dachte,

dass sie nur beweisen, dass ich auf dem “falschen” Weg bin.

 

Traurigkeit.

Hilflosigkeit.

Wut.

Und mittendrin sitze ich auf meinem Bett.

Alleinsein.

 

Nie hatte ich gelernt damit umzugehen.

Also dachte ich, ich wäre falsch.

Auf dem falschen weg.

Sackgasse.

 

Meine alte Identität war futsch,

es gab nichts mehr zum festhalten.

Nur Leere,

Unsicherheit,

Angst.

Und irgendwo ganz leise,

nachdem ich all das

“zu Ende” gefühlt hatte.

Ein Licht.

 

Mut.

Hoffnung.

Freude.

 

Ich weiß noch genau wie es davor war…

..über Jahre und Jahre waren da immer wieder

diese Gedanken:

 

“Irgendwas musste verkehrt mit mir sein.

Ich konnte doch nicht so verdammt “lost” sein.

Ich konnte doch nicht einfach so alles hinschmeißen

wer war ich schon,

was wusste ich schon vom Leben?”

 

“Wer würde mir ab sofort die Sicherheit und den Halt geben

wer würde mir die Akzeptanz und die Liebe geben,

wenn ich nicht mehr fremde Erwartungen erfüllen würde?

 

Wer würde mir Liebe schenken,

wo mir doch niemand jemals gesagt hatte, 

dass es damit anfängt mich selbst anzunehmen 

und zu lieben?”

 

Einen Job zu haben scheint “richtig”,

zu lange zu Reisen scheinbar falsch zu sein.

Geld verdienen scheint richtig zu sein,

mal kein oder wenig Geld zu haben falsch.

 

Eine monogame Beziehung zu führen und in den Zwanzigern zu heiraten

scheint ein richtiger Move zu sein,

mit Frauen zu schlafen, die meine Mutter sein könnten

und keine monogame Beziehung führen zu wollen,

könnte falsch oder zumindest komisch sein.

 

Zur Uni zu gehen ist definitiv richtig,

nicht an die Uni gehen definitiv falsch.

könnte man meinen,

wenn man denen glaubt.

 

Alles was ich mir damals gewünscht hätte ist

dass mir jemand sagt,

dass es kein richtig und kein falsch gibt,

dass es keinen richtigen und keinen falschen Weg gibt,

dass der einzige der entscheidet was gut für mich ist

ich bin

dass der einzige der entscheidet was sich gut anfühlt

ich bin

dass der einzige der entscheidet was ich will

ich bin.

 

Und vor allem: Dass nichts absolut ist

und jeder seine eigene Realität und Perspektive hat,

dass jeder seine Community finden kann,

egal wie verrückt er sich fühlt…

 

…und wie wenig er das Gefühl hat dazu zu gehören,

dass es immer mindestens einen da draußen gibt,

der genau so denkt und fühlt wie ich,

der genau den gleichen Scheiss durchmacht oder durchgemacht hat,

der sich nach seinem Tribe sehnt und danach verstanden zu werden,

der denkt er sei verrückt geworden

und sich doch gar nicht so verrückt fühlt

wie alle ihn halten.

 

Vertrau dir selbst.

 

In Liebe,

ben-unterschrift-blog-2

 

_____

Inspiriert oder berührt?

Teile deine Inspiration mit anderen.

Hey du! Schön, dass du hier bist. 🙂

Kennst du schon die Kunst deinen eigenen Weg zu gehen?

Noch nicht? Dann wird es höchste Zeit dir meine kostenlose E-Mail-Serie “Die Kunst deinen eigenen Weg zu finden” abzuholen.



Hinterlasse einen Kommentar

Bist du bereit heraus zu finden, was du wirklich willst?

Dann bist du hier goldrichtig. Denn wenn ich mich mit etwas auskenne, dann damit.

Du bist herzlich eingeladen dich kostenlos und unverbindlich für meinen E-Mail-Kurs “Die Kunst deinen eigenen Weg zu finden” anzumelden.

Den ersten Teil erhältst du innerhalb weniger Sekunden.